Die Bedeutung im Etymologie Stammbaum
Ley wird von dem Namen
japhet abgeleitet.
| | japhet. |
lēi | 'kraftlos werden' |
| | japhet. |
lēd | 'kraftlos werden' |
| | germ. |
lêtan | 'nicht festhalten' |
| | ogerm. |
lêtan | (-î-) 'lassen' |
In der Etymologie hatte Ley je nach Sprachraum eine unterschiedliche Bedeutung, aber die Zusammenfassung
„kraftlos werden, nicht festhalten lassen” gibt deutliche Hinweise.
Ley in alten Sprachen
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idg. | léu | |
mhd. | leie | |
mnl. | leye | |
altir. | li |
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gall. | léu | |
asächs. | leia | |
nnl. | lei |
Die spätere Bedeutung von Ley
Im germanischen Sprachraum hatte
Ley die Bedeutung von
- Kraftvoller Fels
- Felswand
- Felsplatte
- Schiefer
und wurde oft auch für Ortsnamen verwendet die sich bis heute erhalten haben. Dazu einige Beispiele:
Loreley, Steineberger Ley, Tholey, Erpeler Ley, Rabenlay, usw.
Noch heute werden im rheinischen und niederdeutschen Sprachraum diese Bezeichnungen und Ableitungen
davon verwendet, z.B. Leienstein für Tonschiefer, oder Leiendecker für Schieferdachdecker. Diese
Bezeichnungen werden heute noch in der Regionalsprachendatenbank des Ministeriums der DG gepflegt.
Dort heißt Dachschiefer „die Leie”.
Im gallisch-angelsächsischen Sprachraum hat
Ley die Bedeutung einer geraden
Linie angenommen.
In der alten englischen Gerichtssprache ( bis ca. in das 17. Jhd. ) hatte das Wort
Ley die Bedeutung von „der gerade Fahrweg durch den Wald”.
In alten topographischen Karten aus der Gegend von Antwerpen heissen die
meisten Wege und Straßen die schnurgerade ohne jede Abweichung auf eine
Kirche / Kapelle oder Quelle zulaufen
Ley und
in einem Dialekt dieser Gegend wird
Ley noch heute für gerade Wege benutzt.